Bibelvers des Monats

Januar 2023




„Und Gott sah an alles was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“


1. Mose 1, 31


Sehr gut?

Natur und Mensch, die Schöpfung Gottes - sehr gut?


Würden wir das heute auch so ausrufen, wenn wir über die Natur und den Menschen nachdenken?

Wir schauen auf die Natur und sehen Katastrophen, Waldsterben, Untergang der Artenvielfalt und so manches mehr.

Und gleichzeitig sehen wir atemberaubende Landschaften, ertragreiche Ernten und begeisternde Tierwelten.


Ähnlich ergeht es uns mit dem Menschen, uns selbst und anderen: 

In Beziehungen mit anderen Menschen erleben wir das größte Glück und auch die schlimmsten Verletzungen. 

Wir staunen, wie robust unser Körper ist, wie der Geist des Menschen in seinem Denken scheinbar grenzenlos ist und die Seele zu tapferem Überwinden befähigt ist. Und zugleich kennen wir zerstörerische Krankheiten, boshafte Gedanken und die Entmutigung der Seele.


Wie kommt es, dass wir dieses „Sehr gut“, das Gott zu Beginn der Weltzeit über die Schöpfung ausrief, heute nicht mehr so vollkommen erleben und dennoch etwas davon erahnen?

Irgendwie scheinen wir wie erkrankt. Den gesunden Zustand kennen wir noch und zugleich leiden wir. Wir leiden in uns selbst und in unserer Umgebung.


Wenn wir die Bibelgeschichte weiter lesen, erkennen wir, wie es zu dieser Krankheit kam: 

Wir Menschen gingen auf Distanz zu unserem Schöpfer. Wir wollten ihm nicht so ganz vertrauen und unter seiner Fürsorge leben, sondern lieber selbst entscheiden, wie wir leben möchten. Doch das ging nicht gut. Wir Menschen sind von dem Schöpfer abhängig. Ohne ihn geht es nicht. Ohne ihn wird es nicht gut. 


Deshalb erleben wir heute beides: Wir haben die Ahnung eines guten Lebens mit einem guten Gott und zugleich erleben wir, dass wir diese gute Beziehung verloren haben und unser Leben eben nicht „sehr gut“ ist.


Nun kommen wir von Weihnachten her: Jesus wurde geboren und Maria, seine Mutter, rief aus über ihn: „Meine Seele erhebt den Herrn und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes“ (Lukas 1,46-47). 

Er wird der Heiland genannt. Er kann uns heilen von unserer Krankheit.

Der Prophet Jesaja sagt über ihn: Er trug unsere Krankheit und unsere Schuld lag auf ihm (siehe Jesaja 53,4-5).

Das war am Kreuz. Dort trug Jesus alles. Alles Versagen, alles was uns kränkt.

Wir können uns an Ihn wenden, Ihn um Hilfe und Vergebung anrufen.


Dann kommen wir zurück in die gute Beziehung zu unserem Schöpfer und können ihm danken, gemeinsam mit dem Beter in Psalm 139:

„Ich preise Dich, Gott, dass ich auf eine erstaunliche und wunderbare Weise gemacht bin“

Das ist ein „ sehr gut“ wie am Anfang.                                                                                                 CD