Bibelvers des Monats

August 2022



 

 „Es sollen jauchzen alle Bäume im Wald vor dem Herrn;

denn ER kommt, die Erde zu richten“ 


1.Chronik 16 Vers 33


„Jauchzet, freut euch...es kommt einer, der richten wird auf der Erde und dieser eine

ist Gott, der Herr, der Allmächtige, Schöpfer Himmels und der Erde !“


So klingen diese Worte Davids in den Psalmen des Alten Testaments in der Bibel.

Die Psalmen sind Gebete und Lieder, in denen Menschen aus ihrem Erleben heraus

Worte gefunden haben, um Gott zu danken, ihn zu loben oder auch ihm ihre Not und Verzweiflung zu klagen. Oft können wir diese Worte heute für uns gebrauchen und mitsprechen. Sie helfen uns,

zu beten. Sie dienen uns als Quelle der Möglichkeiten, zu Gott zu rufen. Und sie verbinden uns

mit den Menschen vor vielen tausend Jahren, die auch Gott suchten und viele Fragen hatten.


Wie klingen diese Worte bei uns?

Freude über Gericht? Jauchzen über einen Gott, der richten wird?


Ich kann das sehr gut nachempfinden. Wenn ich an all die Opfer von Gewalt, Menschenhandel,

Missbrauch, Krieg und täglicher Unterdrückung denke, ja, dann wünsche ich mir, dass der höchste Richter nicht mehr so lange auf sich warten lässt. Ich freue mich darauf, dass ER Gerechtigkeit schaffen wird.


In Psalm 46 Vers 9-12 freut sich der Psalmdichter mit ähnlichen Worten:

„Kommt her und schaut die Werke des Herrn,

der den Kriegen ein Ende macht in aller Welt,

der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit Feuer verbrennt.

Seid still und erkennt, dass ich Gott bin!

Ich will mich erheben auf Erden…“


Doch irgendwie ahne ich bei dem Gedanken an Gottes gerechtes Gericht, dass es ja

auch mich treffen müsste. Denn auch ich habe schon Menschen verletzt und ihnen meine Liebe

vorenthalten. Menschen, die genau wie ich nach dem Bild Gottes geschaffen und von Gott

geliebt sind. Gott war sicher schon häufiger zornig auf mich, wenn er gesehen hat, wie ich mich anderen gegenüber verhalte. 

Wird mich also auch sein Gericht treffen? 


Für den „kleinen Krieg“, den ich angezettelt habe? Oder für die verachtenden Worte, die ich über einen geliebten Menschen gesprochen habe? Oder für die unterlassene Liebestat? Wie wird es sein in Gottes Gericht?

Kann ich mich immer noch freuen?


Ja, ich freue mich, weil ich von Jesus weiß und durch ihn von Gottes großer Barmherzigkeit.

Jesus sagte: „Ich bin nicht gekommen, zu richten, sondern auf dass die Welt durch mich gerettet würde.“

Diese Rettung der Welt vollbrachte ER in seinem Kreuzestod. Er nahm auf sich alle unsere Schuld,

alles Böse dieser Welt. Er ertrug das Gericht.


Wie wunderbar ist dieser Gott: Er ist der Richter, der selbst die Bestrafung auf sich nimmt.

So etwas hat sich kein Mensch ausgedacht. Das ist die wahre, unübertroffene Liebe Gottes zu seinen Menschen.


Zu diesem Gott, Vater-Sohn-Heiliger Geist, darf jeder kommen. Täter und Opfer. 

Jeder kann Ruhe finden für seine Seele, Vergebung und Trost, für Schuld und erlittenes Unrecht.

Der Richter und Heiland in einer Person nimmt uns alle an. Er ist zu bejubeln, von der ganzen Schöfung.

C.D.