Bibelvers des Monats

November 2022



 



„Wehe denen,

die Böses gut und Gutes böse nennen,

die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis machen,

die Bitteres süß und Süßes bitter machen.“

Jes. 5,20


Ein dramatischer Tausch


In unserem Monatsvers finden wir einen dreifachen dramatischen Tausch. 

Dieser Vers richtet sich an Menschen, die Gott zumindest teilweise kannten und zu Gottes Volk zählten. Mit der Zeit hat sich das Volk aber, welches besonderen Segen von Gott erfahren hat, von ihm abgewandt.


Zwei Ursachen finden sich dafür in dem Kontext:


1) Gottes Wort wird ignoriert

2) Gott selber wird verachtet


Aus der Ignoranz gegenüber Gottes Wort folgt zwangsläufig die Verachtung von Gott selber. 

Daraus folgt dann langfristig auch die Abkehr von den guten und heiligen Maßstäben Gottes. 

Der Mensch kommt dann dazu, dass seine Wahrnehmung, Einstellung und sein Verhalten Gott und seinen Maßstäben diametral entgegen stehen. Das führt dann dazu, dass auch keine verbindliche Wertmaßstäbe mehr bestehen und Böses gut und Gutes böse genannt wird, mit den dramatischen Konsequenzen auch für das menschliche Miteinander.


Gott ist sehr geduldig und lädt die Menschen ein umzukehren, aber irgendwann ist dann das göttliche Gericht da. Daher ruft er „Wehe“ aus: Bleibt nicht bei eurem verkehrten Verhalten, kehrt um zu mir.

Spricht dieser ca. 2.700 Jahre alte Vers nicht auch genau in unsere Zeit in Westeuropa und Deutschland? 


Vor rd. 500 Jahren hat Gott sich unserem Land besonders gezeigt. Wir haben die Bibel in unserer Sprache bekommen. Auf die zentralen Fragen des Menschsseins wurden gültige Antworten gefunden. Viele Menschen haben ihren Schöpfer den Herrn Jesus Christus erkannt („Woher komme ich?“), durch den Glauben an ihn Vergebung ihrer Sünden bekommen („Wohin mit meiner Schuld und meinem schlechten Gewissen?“) und die Gewissheit nach dem Tod in den Himmel zu kommen („Wohin gehe ich?“).


Aber wie sieht es heute aus? Eine kurze Bestandsaufnahme bestätigt, dass der obige Vers auf uns auch sehr zutrifft. Gottes perfekte Idee für Ehe („lebenslanger Liebesbund zwischen einem Mann und einer Frau“) und Familie (Kinder, die in dieser Liebesgemeinschaft gezeugt und geboren werden) wird auf den Kopf gestellt. Moralisches Verhalten, was vor nicht allzu langer Zeit klar als Sünde definiert wurde (z.B. Abtreibung ist Mord) wird zunehmend als normal und gut dargestellt. Nächstenliebe wird durch Egoismus ersetzt etc.


Gottes Wort warnt: „Wehe“. Es wird ein Gericht geben, wie damals, wenn wir nicht von unserem sündigen Denken und Verhalten zu Gott umkehren und sein Wort ernstnehmen. Dafür warnt er uns, damit wir umkehren und nicht gerichtet werden müssen. Nehmen wir seine Warnung ernst?!       ES