Bibelvers des Monats

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der
Knechtschaft auflegen!

Galater 5,1

Im Galaterbrief setzt der Apostel Paulus sich ausführlich mit Bestrebungen auseinander, die in den
christlichen Gemeinden in Galatien wieder das mosaische Gesetz, das dem Volk der Juden im Alten
Testament gegeben wurde, einführen möchten. Besonderes wichtig erschien damals die Beschneidung.


Paulus wendet sich intensiv gegen diese Bestrebungen, weil das mosaische Gesetz zwar den Anspruch
Gottes an ein Ihm wohlgefälliges Leben zeigt, aber die Menschen unter dem Gesetz konnten diese
Forderungen nicht erfüllen. Der natürliche Mensch hat von sich aus nicht die Kraft, sich gegen die
Übertretungen der guten Vorgaben Gottes zu stellen, d.h., das mosaische Gesetz zeigt zwar die
Abweichungen auf, oder anders ausgedrückt, es zeigt die Sünde, es bietet aber nicht die Vergebung der
Sünden.


Da der Mensch durch eigene Kraft die Folgen der Sünde nicht wegnehmen kann, hat Gott die Strafe für
diese Sünden selbst bezahlt, indem Jesus Christus am Kreuz von Golgatha stellvertretend starb. Die Freiheit
von der Schuld der Sünde bietet Gott demjenigen an, der erkennt, dass er nicht durch eigene
Anstrengungen sündlos vor Gott ist, sondern der im vollen Vertrauen (im Glauben) auf das vollbrachte Opfer
von Jesus Christus um Befreiung von der Sündenschuld bittet. Dies geschieht aus Gnade, der Mensch kann
sich das nicht selbst erarbeiten: „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht
aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme“ (Epheser 1, 8-9).
Der Glaube bewirkt sogar, dass der glaubende Mensch in Gottes Augen ein Kind Gottes ist: „Denn ihr seid
alle durch den Glauben Gottes Kinder in Jesus Christus“ (Galater 3,26).
Da Jesus Christus die Forderungen des Gesetzes erfüllt hat (was kein anderer natürlicher Mensch kann),
spricht die Bibel davon, dass Er „des Gesetzes Ende“ (Römer 10, 4) ist.


Von daher ist verständlich, dass Paulus in dem Monatsvers so deutlich betont, dass Christen, die dem Herrn
Jesus im Glauben nachfolgen, diese wunderbare Freiheit von den Folgen der Sündenschuld durch Jesus
Christus haben.


Christen haben Freiheit von dem mosaischen Gesetz. Die Opfertat von Jesus Christus am Kreuz von
Golgatha ist völlig ausreichend, zusätzlich noch die Forderungen des mosaischen Gesetzes erfüllen zu
wollen, würde den Anschein erwecken, dass das vollbrachte Werk von Jesus Christus alleine nicht
ausreichend wäre. Daher wäre es völlig falsch, sich wieder unter das „Joch“ des mosaischen Gesetzes
einspannen zu lassen, das uns nicht Befreiung von unserer Schuld schenken kann. Diese Freiheit der
Kinder Gottes haben wir allein durch den Herrn Jesus Christus.


Freuen wir uns, dass wir diese wunderbare, von Gott geschenkte Freiheit genießen können: Freiheit von den
Folgen der Sünde, Gotteskindschaft, ewiges Leben in der Gegenwart Gottes…                                              MG