Bibelvers des Monats
Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.
Amos 5, 24
Gottes Volk hat die Ehre und die Verantwortung seinem allmächtigen Gott zu dienen und ihn
anzubeten. Diese Anbetung nimmt Gott sehr wichtig. Darum sagt der Herr Jesus, dass Gott wahre
Anbeter sucht (Joh 4,23). Gott geht es nicht um äußerliche Religiosität, sondern er sieht bei dem
Anbeter das Herz und das ganze Leben an. Er sucht ein Herz, dass sich demütig unter ihn als
Herrscher beugt, ihn als den Allerhöchsten ehrt und sich von seinem Wesen prägen lässt.
Darum reagiert Gott mit Ablehnung und harten Worten auf die Gottesdienste und Opfer der Israeliten
des Nordreichs zur Zeit Amos: „Ich hasse und verachte eure Feste und mag eure Versammlungen
nicht riechen“ (Am 5,21). Äußerlich bringen sie Opfer dar, feierten religiöse Feste und geben sich
den Anschein, Gott zu dienen und ihn anzubeten. Doch es gibt eine erschreckende Diskrepanz
zwischen ihrer Religiosität und ihrem alltäglichen Leben. Soziale Ungerechtigkeit, Unterdrückung
der Armen und Betrug sind an der Tagesordnung. Gott und seine Feiertage werden als lästige Störung
bei dem egoistischen Streben nach Gewinn um jeden Preis gesehen (Am 8,4-6). Diese Anbeter
erscheinen fromm, doch in ihrem Herzen sind sie weit von Gott entfernt.
Gott durchschaut diese äußere Fassade. Er weiß um ihre wahre Verfassung ihres Herzens und ihre Sünde (Am 5,12). Daher ruft Gott sie auf: „Suchet mich, so werdet ihr leben.“ (Am 5,4). Wenn sie ihn mit ehrlichem Herzen
suchen, werden sie wahres Leben unter seiner Leitung finden, das von Recht und Gerechtigkeit
bestimmt ist (Am 5,24) und wahre Anbeter werden. Dazu müssen sie bereit zur Umkehr zu Gott und
zur Buße über ihre bloße äußerliche Religiosität sein. Indem sie Gott suchen, bringen sie ihr Herz,
das weit entfernt von Gott war, wieder in seine Nähe. Erst jetzt können sie Gott mit aufrichtigem
Herzen anbeten und ihm ehrlich dienen. Mit der Hinwendung zu Gott bringen sie ihr Herz unter seine
Herrschaft und lassen es im Gehorsam von ihm bestimmen. Sie spiegeln Gottes Wesen, seine
Gerechtigkeit, und leben nach seinen guten Rechtsordnungen zu ihrem Wohl, zum Wohl anderer und
zur Ehre Gottes. Nun sind sie nicht länger Heuchler, sondern Glauben und Leben stimmen überein. (swl)